Mehr als das halbe Leben an der Pfeife

„Endlich kann ich mal wieder vor vollem Haus meine Urkunden verteilen“, freute sich Schiedsrichterobmann Jürgen Lütkehaus am vergangenen Montag. Diese Urkunden waren nicht irgendwelche, sondern ehrten das langjährige Engagement von vier Schiedsrichtern. Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie kamen alle Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter des Kreises zu einem gemeinsamen Lehrabend zusammen. Der Rahmen im Gasthaus Börger in Borghorst passte also.

Für zehn Jahre erhielt Holger Rövemeier von Westfalia Bilk seine Auszeichnung. Bei seinem Heimatverein kümmert sich der Neuenkirchener mit viel Einsatz um die Schiedsrichter des Vereins, was ihm der Kreis hoch anrechnet. In seiner weiteren Freizeit ist der leidenschaftliche Bayern-Fan als Vorsitzender eines lokalen Fanclubs aktiv.

Mehmet Tuztekin hat ein Vierteljahrhundert an der Pfeife verbracht. Jürgen Lütkehaus ehrte den Burgsteinfurter Referee für 25 Jahre. Nach längerer Krankheit konnte Tuztekin seine Ehrung, die Lütkehaus schon „ein Zeitchen“ mit sich rumtrug, endlich entgegennehmen, was den Kreis sehr freute.

Dann ging es die Zahlenleiter nach oben. Gleich zwei Kollegen wurden für 40 Jahre Schiedsrichtertätigkeit geehrt: Wilfried Helmer von GWA Rheine und Michael Rotthues vom Nachbarverein SC Altenrheine. „Mehr als das halbe Leben stehen sie auf dem Platz“, würdigte der Schiedsrichterobmann die beiden, die überdies hinaus zusätzliche Ämter im Kreisfußball ausüben. Helmer ist Staffelleiter der Kreisliga B, während Rotthues Staffelleiter der A-Junioren-Kreisliga ist.

Neben der Auszeichnung gab es für alle Jubilare ein kleines Präsent. Die Schiedsrichtervereinigung dankt Holger Rövemeier, Mehmet Tuztekin, Wilfried Helmer und Michael Rotthues für ihr Engagement und freut sich auf viele weitere gemeinsame Jahre.