Tipps und Training für die Zukunft

Lukas Buschkotte und Anna Schulte durften am 10.10. bis zum 14.10. am Perspektivlehrgang für Schiedsrichter:innen in Kamen-Kaiserau teilnehmen. Ein Nachbericht.

Eine Woche ganz im Zeichen des Fußballs verbrachten Westfalens Perspektivschiedsrichterinnen und -schiedsrichter im SportCentrum Kamen-Kaiserau. Mit dabei waren auch Anna Schulte und Lukas Buschkotte aus dem Kreis Steinfurt. In der zweiten Herbstferienwoche erlebten sie spannende Vorträge, Champions-League-Fußball und nicht zuletzt viele lehrreiche Einheiten, die einen großen Mehrwert boten.

Gleich zu Beginn der Woche kam mit Lutz Wagner ein prominenter Gast vorbei. Der Lehrwart des DFB kam frisch vom Top-Spiel Borussia Dortmund gegen Bayern München, wo er Deniz Aytekin beobachtet hatte. Er gab den jungen Referees spannende Einblicke in seine aktuelle Tätigkeit und erzählte von seinen eigenen Erfahrungen als Schiedsrichter, sodass es auch jede Menge Tipps für die Zuhörenden gab. Zwei dieser Tipps waren: Regelmäßig die Regelsicherheit überprüfen und fit sein. Wie treffend war da, dass das Rahmenprogramm der Lehrgangsleitung Mario Schleicher, Swen Klotzsche und Jan Lohmann diese Kernaspekte aufgriff. „Wir haben in der Woche verschiedene Regeltests geschrieben und Laufprüfungen absolviert“, berichtet Lukas Buschkotte und ergänzt: „Zwischendurch durften wir aber auch ein bisschen kicken.“ Neben den konzentrierten Arbeitsphasen gehörte auch der Besuch des Champions-League-Duells Borussia Dortmund gegen den FC Sevilla dazu. Ganz zum Spaß war man allerdings nicht da: Die Teilnehmenden des Lehrgangs sollten das Spiel aus der Sicht eines Beobachters verfolgen – ganz wie es Lutz Wagner am Samstag zuvor getan hat. „Am Mittwoch haben wir uns dann zusammengesetzt, um das Spiel gemeinsam zu analysieren“, erzählt Anna Schulte, die wie Lukas in der Bezirksliga pfeift. Auch hier lernten die Perspektivschiris wieder reichlich, ehe wieder Regeltest und Laufen auf dem Programm standen. Diese fanden unter simulierten Prüfungsbedingungen statt, um die jungen Schiris sattelfest zu machen. Das Mittel der Videoanalyse wurde nochmal aufgegriffen – allerdings ging es diesmal nicht um Profi-, sondern um Amateurfußball. Lehrwart Jan Lohmann erläutert: „In Kleingruppen sollten die Teilnehmenden Szenen diskutieren, die sich in der Kreis- oder Bezirksliga ereignet hatten. Damit wollten wir so nah es geht an ihren eigenen Alltag auf dem Platz herankommen.“ Im Abschluss wurde dann immer aufgedeckt, ob die gesehene Szene richtig gelöst wurde oder ob es Optimierungsbedarf gegeben hat.

Nach anstrengenden Tagen, an deren Ende die jungen Schiris kaputt ins Bett fielen, stand Donnerstagabend ein lockerer Abschlussabend an. Für Anna Schulte und Lukas Buschkotte endete damit eine Woche voller spannender Eindrücke, die ihnen bei ihren künftigen Aufgaben sicherlich weiterhelfen werden.