Interview #2: Was würdest du jungen Schiris raten, Heinz Steingrobe?

Wir haben uns mit ein paar unserer erfahrenen Schiedsrichter-Kollegen geschnappt und ihnen ein paar Fragen gestellt. Vom schönsten Spiel der Laufbahn bis hin zum Abschneiden der DFB-Elf bei der EM streift ÖMi Philipp Romahn mit den Interviewten Themen rund um Pfeife und Fußball.

Onde encontrar apostas desportivas legais em Portugal

Os desportos modernos não podem ser imaginados sem apostar, ou mais precisamente sem apostar em desportos, em jogos de futebol, eventos, atletas individuais e equipas inteiras. As apostas desportivas existem há décadas não só para complementar a indústria do desporto, mas também para se tornar uma parte poderosa da mesma, unindo milhões de adeptos em todo o mundo. A razão para isto é simplicidade e acessibilidade, bem como a menor dependência do acaso. Afinal de contas, nos apostas online portugal legalizadas, o concurso não é entre uma pessoa e uma roleta ou uma escolha arbitrária de cartas, mas entre duas pessoas - o jogador e o agente de apostas. É apenas o seu conhecimento e intuição que o ajudará a fazer a aposta certa legalmente num jogo ou a calcular uma previsão sobre uma série de eventos desportivos.

Como e onde apostar legalmente no desporto?

Antes de mais, tem de decidir o que prefere: a sua intuição baseada nos movimentos dos corretores ou no seu conhecimento das equipas, a forma dos jogadores, e o estado actual do campeonato ou da liga. A melhor opção de apostas é uma empresa de apostas que opera legalmente e que está no mercado há muito tempo e tem avaliações positivas e uma posição elevada.

Em que apostar no desporto?

Há muitas opções. Ainda assim, vale a pena conhecer a aposta básica nos eventos e a sua terminologia. Isto facilitar-lhe-á a realização de previsões correctas e precisas no futuro.

Der heutige Gesprächspartner hat den Spitznamen „Rasenteddy“ und ist auf den Fußballplätzen ein gern gesehenes Gesicht: Heinz Steingrobe. Der Unternehmer über den Kontakt zu einem ehemaligen Top-Linienrichter, einer lustigen Anekdote und den Umgang mit Kritik.

Philipp Romahn: Seit wie viel Jahren bist du nun Schiedsrichter?

Heinz Steingrobe: Genau 40 Jahre.

Weißt du ungefähr, wie viele Spiele du in der Zeit gepfiffen hast?

Das müssten an die 1500 sein. Habe ich alles in meinen Ordnern archiviert.

Wir alle machen ja hin und wieder Fehler. Bei welchem hattest du mal im Nachgang richtig Bauchschmerzen?

Bauchschmerzen nicht, dafür aber eine ordentliche Portion Scham: Damals waren die Spieler ja noch von 1 bis 11 durchnummeriert. In einem Spiel musste ich mal den Torwart verwarnen. Ich ging zu ihm und sagte, er solle sich bitte umdrehen und mir seine Rückennummer zeigen. Da war das Gelächter groß (schmunzelt).

Wieder hin zum Positiven: Welche schöne Erinnerung aus deiner Laufbahn erzählst du gerne anderen Menschen?

Eigentlich sind es für mich die kleinen Dinge, die ich sehr schätze. Wenn man mich nach dem Spiel auf ´ne Wurst und ein Pils einlädt und wir uns dann unterhalten, dann ist das für mich jedes Mal eine schöne Geste. Und von dieser Herzlichkeit erzähl ich auch gerne.

Jede*r Schiedsrichter*in hat eigene Werte und eine eigene Art zu pfeifen. Wie bleibt man sich am besten treu?

Mir hilft da eine Routine in der Vorbereitung auf die Spiele: Ich schau immer, wo die Teams stehen, wie der Anfahrtsweg ist und so weiter. Auf dem Platz war ich nie ein Freund über Karten zu reden, sondern lieber direkt mit den Spielern. Gleichzeitig habe ich mich nie auf Diskussionen eingelassen und die Jungs im Regen stehen gelassen, wenn die über einen glasklaren Einwurf diskutieren wollten.

Welche Schiedsrichter*innen dienten dir als Vorbild und welche findest du heute gut?

Markus Merk war für mich ein Schiedsrichter, der viele Kollegen und auch mich geprägt hat. Sein langjähriger Assistent Christian Schräer kommt ja aus unserem Kreis und so habe ich da viel von mitbekommen. Ab und zu kommt Christian heut noch in meinem Geschäft vorbei und wir reden ein bisschen über Gott und die Welt.

Über die Jahre hat sich im Fußball viel verändert. Auch das Regelwerk wurde immer wieder angepasst. Wenn du eine Regel anders gestalten dürftest, welche wäre das?

Eine Sache kann ich nicht verstehen. Und zwar, dass es die Gelbe Karte für das Trikotausziehen beim Torjubel gibt. Ich wüsste nicht, wen das wirklich stört oder was daran unsportlich sein soll. Da gibt es andere Dinge, die die Gegner viel mehr ärgert als sowas.

Welche Sache außer das Pfeifen begeistert dich noch im Leben?

Meine Firma, die ich vor 40 Jahren aufgebaut habe. Mittlerweile haben wir eine Filiale (für Rasenmäher und Motorsägen) in Ochtrup und Rheine. Besonders stolz bin ich, dass meine Söhne den Betrieb fortführen werden.

Hast du einen guten Ratschlag, den du jungen Kolleg*innen mit auf den Weg geben würdest?

Ich glaube, dass man lernen muss, mit unsachlicher Kritik umzugehen. Wenn man das zu sehr an sich ranlässt, dann hängst du die Pfeife irgendwann an den Nagel. Ich hatte nach sechs-sieben Jahren den Punkt erreicht, wo mir diese Ungehaltenheit oder gar Beleidigungen egal waren. Wenn man diesen Punkt für sich erreicht hat, dann macht das Pfeifen noch viel mehr Spaß! Ganz wichtig in diesem Prozess ist – und das hören junge Leute bestimmt öfters – Geduld.

Kommen wir zu anderen Themen. Es ist einiges los im Fußball. Aktuell wird viel über die Altersgrenze für Schiedsrichter*innen in Profiligen diskutiert. Auch im Amateurbereich gibt es sie. Wie stehst du dazu?

(überlegt kurz) Schwierig. Ich kann verstehen, dass wenn man sich noch gut fühlt und alles leisten kann, man auch weitermachen will. Gleichzeitig denke ich da aber auch an den Nachwuchs, der ja auch irgendwann mal ran möchte. Irgendwann ist halt der Punkt gekommen, um einen Schritt zurückzutreten.

Gerade ist ja der Posten der DFB-Präsidentschaft frei. Es wird heiß über die Nachfolge von Fritz Keller spekuliert. Was muss der neue Präsident/die neue Präsidentin mitbringen, um den DFB wieder zu stabilisieren?

Von der grünen Wiese kommen sollte derjenige nicht! Er/Sie sollte schon nah am Fußball und auch gut vernetzt sein, um das Kind zu schaukeln. Alles andere halte ich auf Dauer für nicht tragbar.

Zum Ende noch dein ganz persönlicher Blick auf die EM. Wie geht sie aus und wo landet Deutschland?

Man kann die – finde ich – nicht gut einschätzen. Das Halbfinale traue ich ihnen aber zu. Unsere französischen Nachbarn oder die Italiener haben gute Karten, die EM zu gewinnen.

Bitte beende den folgenden Satz: Schiedsrichter sein heißt für mich…

…etwas zu machen, was mir Spaß macht; mit anderen Generationen in Kontakt zu kommen.