DANKE SCHIRI: Christian Schmees auf großer DFB-Veranstaltung

Im letzten Jahr wurde Christian Schmees als Landessieger Westfalen bei der DFB-Aktion DANKE SCHIRI in der Kategorie U50 ausgezeichnet. Jetzt war er auf der großen Gala in Frankfurt am Main.

Hinter Christian Schmees liegen aufregende Tage. Nach einer viertägigen Dienstreise ist der Rheinenser nun wieder Zuhause. Vor der Dienstreise stand aber am 11.09. und 12.09. entgegen dem Spruch „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ ein richtiges Highlight an: Die Abschlussveranstaltung der DFB-Aktion „Danke Schiri 2020“ in Frankfurt am Main.

Dort wurde Schmees als Sieger des Verbandes Westfalen in der Kategorie U50 geehrt (Bericht im März 2020). Mit der Aktion dankt der DFB jedes Jahr Schiedsrichter*innen für ihr besonderes Engagement. Insgesamt lud der DFB 63 Landessieger*innen aus 21 Landesverbänden ein, die bei der Aktion 2020 ausgezeichnet wurden. Durch Corona verschob sich die Veranstaltung, doch das Warten hat sich gelohnt.

„Das war eine richtig tolle Veranstaltung“, berichtet Christian Schmees, der u. a. als Lehrwart über 300 Schiedsrichter*innen ausbildete und heute als Schiedsrichterbeobachter in Regionalliga aktiv ist. Das zweitägige Programm hatte allerhand zu bieten. Am 11.09. stand zunächst der große Gala-Abend an. „Alle anwesenden Landessiegerinnen und -sieger wurden in den Kategorien Schiedsrichterinnen, Schiedsrichter Ü50 und Schiedsrichter U50 geehrt“, erzählt Schmees. Mit ihm waren die anderen beiden Gewinner aus Westfalen Shani Althstat (Kreis Unna-Hamm) und Jürgen Orphall (Kreis Bochum) angereist. Jeder von ihnen bekam seinen Applaus und wurde auf der Bühne ausgezeichnet. Auf der Gala tummelte sich allerlei Prominenz, die im DFB in verschiedenen Positionen tätig ist. Mit DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann, DFB-Schiedsrichterchef Lutz-Michael Fröhlich und der Vorsitzenden der Frauenkommission Christine Baitinger seien hier nur drei der prominenten Gäste aufgezählt. „Zudem waren die Gespanne um die Bundesligaschiedsrichter Marco Fritz und Dr. Matthias Jöllenbeck zugegen, die unsere Namen an dem Spieltag auf dem Rücken trugen“, freut sich Schmees, der auch auf seinen ehemaligen Weggefährten Marcel Pelgrim traf. Pelgrim ist mittlerweile Schiedsrichterassistent im Gespann von Marco Fritz.

Nach dem gemütlichen Gala-Abend folgte am Sonntag ein Besuch im „Kölner Keller“ – das Thema Videoschiedsrichter stand auf dem Programm. Projektleiter Dr. Jochen Drees gab eine theoretische Einweisung in die Thematik, ehe die Schiedsrichter*innen in die Rolle des VAR eintauchen durften. Dafür hatte man Teile der Videozentrale aus Köln in Frankfurt nachgebaut. Den Schiris wurden auf den Monitoren verschiedene Situationen aus Bundesligaspielen gezeigt. „Bei 16 Kameraperspektiven ist das ziemlich schwierig“, befand Schmees trotz seiner langjährigen Erfahrung als Beobachter. „Wer behauptet, die in der Videozentrale haben einen entspannten Job, liegt daneben.“ Nach dem Mittagessen folgte der Besuch der Bundesligapartie Eintracht Frankfurt gegen VfB Stuttgart, dass unter der Leitung von Dr. Matthias Jöllenbeck stand. Nicht nur, dass Schmees Name auf Jöllenbecks Triktot stand, freute den Mesumer, sondern auch, dass er „seinen“ VfB mal wieder live sehen konnte. „Das war der krönende Abschluss – auch, wenn Stuttgart nur einen Punkt geholt hat. In Anbetracht der berechtigten Roten Karte für Stuttgart war ich mit dem 1:1 absolut zufrieden“, resümierte Christian Schmees das Fußballspiel. Damit endete die zweitägige „Danke Schiri“-Veranstaltung, von der Schmees auch ein Trikot mit seinem Namen drauf mit nach Hause nahm. „Das hat einen Ehrenplatz bei mir bekommen.“ Nun, nach sechs Tagen Vergnügen und Arbeit ist Schmees wieder Zuhause und freut sich auf Zeit mit seiner Familie.