Wie werde ich Schiedsrichter?

Hast Du Lust bekommen, mal etwas Anderes auszuprobieren? Dann bist Du auf dieser Seite absolut richtig! Hier erfährst Du, wie Du den Fußball aus einer ganz neuen Perspektive kennenlernen kannst. Zudem wird Dir hier verraten, warum es sich lohnt, Schiedsrichter/in zu werden.

Zweimal im Jahr bietet die Schiedsrichtervereinigung Steinfurt Kompaktlehrgänge an, auf welchem man innerhalb von zwei Tagen alle theoretischen Kenntnisse zu den 17 Fußballregeln vermittelt bekommt. Bestanden wird der Lehrgang durch das erfolgreiche Ablegen von zwei Prüfungsteilen. Erster Teil ist die theoretische Prüfung, die aus 30 Regelfragen besteht. Im zweiten Schritt wird eine praktische Prüfung, bestehend aus Laufen und Sprints, absolviert. Die Kompaktlehrgänge werden – wenn nicht anders geplant – in den Osterferien und Herbstferien angeboten. Bei zu geringer Teilnehmerzahl behält sich die Schiedsrichtervereinigung Steinfurt eine Absage vor. Es gibt aber auch die Möglichkeit, an Lehrgängen in den Nachbarkreisen Münster, Ahaus-Coesfeld und Tecklenburg, sowie an Großlehrgängen in der Sportschule Kamen-Kaiserau, teilzunehmen.  

Anforderungen

Was solltest Du mitbringen, um ein erfolgreiche/r Schiedsrichter/in zu werden?

Du solltest:

·         Spaß und Interesse am Fußball haben

·         mindestens 15 Jahre alt sein

·         Mitglied in einem Fußballverein sein

·         am Anwärterlehrgang teilnehmen und diesen bestehen

·         regelmäßig Spiele leiten können (Soll in der Saison: 15 Spiele)

·         körperlich und mental fit sein

·         zuverlässig und selbstbewusst sein

·         teamfähig sein

Deine Aufgaben als Schiedsrichter/in

Zu Deinen Aufgaben gehört es vordergründig Fußballspiele zu leiten. Du nimmst Deine Spielaufträge wahr und erledigst bei diesen die organisatorischen Dinge rund um das Spiel, zu denen der Spielbericht, die Platzkontrolle und Notizen über den Spielverlauf gehören.
Während des Spiels triffst Du die Entscheidungen und überwachst die Einhaltung der Spielregeln. Damit Du regeltechnisch stets auf dem Laufenden bist, besuchst Du monatlich einen Schulungsabend, auf dem die Lehrwarte Regelwissen vermitteln, Regelfragen klären und ggf. Spielleitungen mit Dir aufarbeiten.

Perspektive – wo kann es hingehen?

Auch ein Deniz Aytekin oder ein Dr. Felix Brych haben mal klein angefangen. Nach dem erfolgreichen Ablegen der Anwärterprüfung wirst Du zunächst Juniorenspiele leiten dürfen (i. d. R. D- und C-Jugend-Spiele). Hierbei wirst Du von einem Paten betreut, der Dir beim Sprung ins „kalte Wasser“ zur Seite steht. Nach der Eingewöhnungsphase stehen Dir mit Willen und Einsatz Wege offen, die Du als aktive/r Spieler/in vielleicht nie erreichen kannst. Der Aufstieg bis zur Kreisliga A der Senioren wird kreisintern geregelt und die Einteilung durch den jeweiligen Schiedsrichteransetzer vorgenommen. Auch die Schiedsrichter/innen für die Bezirksliga werden vom Kreisschiedsrichterausschuss gemeldet, müssen jedoch beim Verband regelmäßig eine Prüfung ablegen, um Spiele in dieser Klasse zu leiten. Wenn Du noch weiter in den Spielklassen aufsteigen möchtest, musst Du nicht nur in den jährlichen Regel- und Lauftests überzeugen, sondern auch gute Bewertungen bei Deinen Spielbeobachtungen bekommen. Dabei beurteilt ein neutraler Beobachter des FLVW deine Leistung und vergibt nach bestimmten Kriterien eine Punktzahl, die für Auf- und Abstieg zwischen den Spielklassen entscheidend ist.  

Warum es sich lohnt, Schiedsrichter/in zu werden

Das Hobby des Schiedsrichters ist ein verantwortungsvolles Amt, bei dessen Ausübung Du deine Persönlichkeit stetig weiterentwickelst. Durch verschiedenste Begegnungen mit Menschen sammelst Du als Schiedsrichter/in wertvolle Erfahrungen, welche Dir auch in anderen Lebensbereichen weiterhilft. Du bist ist Teil einer aktiven Gemeinschaft, mit welcher Du die Begeisterung für Fußball teilst. Die Gemeinschaft bietet Dir zudem Rückhalt und Austausch an. Als Schiedsrichter/in stehst Du auch ohne fußballerisches Talent jedes Mal in der Startelf und spielst die vollen 90 Minuten durch. Und das selbst dann, wenn Du in einem Alter bist, wo aktive Spieler ihre Schuhe längst an den Nagel gehängt haben. Mit den durch das Pfeifen verdienten Spesen besserst Du obendrein dein Taschengeld/Gehalt auf. Auch bist Du als Schiedsrichter/in ein „VIP“, weshalb Du mit deinem Schiedsrichterausweis zu allen Spielen auf DFB-Ebene freien Eintritt erhältst. Klingt das nicht überzeugend?

Wenn Dein Interesse jetzt geweckt ist, dann melde Dich bei unseren Kreislehrwahrten. Diese werden Dich mit allen nötigen Infos versorgen.